Das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt.
Wir hoffen, du bist gut gestartet.
Auch bei TOWER hat das Jahr Fahrt aufgenommen.
Der Alltag ist wieder da.
Gespräche finden statt.
Und neue Anfragen finden uns.
In diesem Newsletter nehmen wir dich mit in unseren Alltag.
Wir erzählen von einer Podcast-Folge mit Sascha Lang,
von einer geschenkten Kaffeemaschine, die Fragen aufwarf,
und davon, wie Fernassistenz im Februar, rund um den Valentinstag, unterstützen kann.
Einblick: im Gespräch mit Sascha Lang, dem Inklusator
Im IGEL-Podcast mit dem Titel
„Sehen lassen per App, genau wenn du’s brauchst“
waren Katharina und Kai Bauder zu Gast.
Der Schwerpunkt der Folge liegt auf konkreten Erfahrungen aus der Praxis.
Katharina berichtet aus ihrer Arbeit als Assistenzleitung.
Sie beschreibt, welche Anfragen besonders häufig sind.
Und warum gute Sprache und klare Beschreibungen entscheidend sind.
Kai bringt die Perspektive eines Betroffenen ein.
Als ehrenamtlicher Berater bei TOWER erklärt er, warum strukturierte Anweisungen wichtig sind.
Und weshalb unklare Richtungsangaben im Alltag nicht helfen.
Mehr Informationen zum Podcast und einen Link zur Folge findest du in unserem Blogbeitrag:
Überblick: Neues von TOWER
Ein Fall aus unserer Praxis: Eine geschenkte Kaffeemaschine
Im Januar meldete sich ein Nutzer bei uns.
Er hatte zu Weihnachten eine neue Kaffeemaschine geschenkt bekommen.
Die Maschine hatte mehrere Knöpfe.
Ein kleines Display.
Und verschiedene Modi.
Die Bedienung war nicht intuitiv.
Es war unklar,
welcher Knopf den Brühvorgang startet,
was das Display gerade anzeigt
und in welchem Zustand sich die Maschine befindet.
Der Nutzer startete eine Fernassistenz über die App.
Er zeigte die Maschine mit der Kamera.
Die Assistenz beschrieb die Knöpfe.
Sie erklärte das Display.
Und ordnete die Anzeigen ein.
So wurde Schritt für Schritt klar,
wie die Maschine genutzt werden kann.
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Mensch bei TOWER
Selina arbeitet als Fernassistentin bei TOWER.
Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit ihrem Partner in Kassel.
Im Alltag arbeitet sie als Koordinatorin
eines internationalen Projekts
an der Universität Kassel.
Bei TOWER bringt sie ihre Zeit und Aufmerksamkeit
in die Fernassistenz ein.
Selina ist gern mit Freunden unterwegs.
Sie schwimmt und singt.
Und sie lacht viel.
Für ihre Arbeit bei TOWER ist ihr wichtig,
dass jeder Anruf zählt.
Jede Anfrage ist für sie
ein Schritt hin zu weniger Barrieren.
Und zu mehr Freiheit im Alltag.
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Woran wir gerade arbeiten: DAFFI
Was ist DAFFI?
DAFFI steht für
„Digitale Assistenz für Fortschritt und Inklusion“.
Es ist ein Projekt von TOWER,
mit dem digitale Assistenzangebote weiterentwickelt werden.
Ziel ist, Menschen mit Behinderung
und Menschen mit psychischen Erkrankungen
im Alltag mehr Selbstständigkeit
und mehr Teilhabe zu ermöglichen.
Worum geht es konkret?
Im Zentrum steht die Weiterentwicklung
der TOWER-Fernassistenz
zu einer barrierearmen digitalen Plattform.
Über diese Plattform können
Fach- und Assistenzkräfte
per Video, Ton oder Chat zugeschaltet werden.
Genau in den Situationen,
in denen Unterstützung gebraucht wird.
Typische Beispiele sind:
das gemeinsame Strukturieren des Tages,
Unterstützung bei Wegen zu Ärztinnen, Behörden
oder Freizeitzielen,
das Lesen und Verstehen von Briefen
und Formularen
sowie Hilfe bei der Nutzung von Smartphone,
Tablet und digitalen Diensten.
Wo findet DAFFI statt
Das Projekt wird im Landkreis Kassel umgesetzt.
Es ist damit direkt in der Lebensrealität
der Menschen in Nordhessen verankert.
TOWER arbeitet dabei
mit einem weiteren Sozialunternehmen aus der Region zusammen.
Die digitale Assistenz wird bewusst
in unterschiedlichen Alltagssituationen erprobt.
Wer steckt dahinter
DAFFI ist ein Projekt von TOWER
und Teil des ESF-Plus-Modellprogramms
„DigiWohl – Stärkung sozialer Dienste
der Freien Wohlfahrtspflege mittels Digitalisierung“.
Das Programm unterstützt gemeinnützige Träger dabei,
digitale Lösungen für soziale Dienste
zu entwickeln, zu erproben
und dauerhaft zu verankern.
Wie wird das Projekt umgesetzt?
Ein wichtiger Baustein ist die enge Anbindung
an bestehende Arbeitsabläufe sozialer Dienste.
Geplant sind unter anderem
Schnittstellen zu Dokumentations-
und Planungssystemen,
sichere Dokumentationsmöglichkeiten
und barrierefreie Kommunikationsmodule.
So sollen Medienbrüche reduziert
und Informationen gebündelt werden.
Gleichzeitig werden Abläufe angepasst,
Zuständigkeiten geklärt
und Mitarbeitende qualifiziert.
Digitale Assistenz soll nicht zusätzlich belasten,
sondern selbstverständlich Teil der Arbeit werden.
Wer fördert DAFFI?
Finanziert wird das Projekt
durch den Europäischen Sozialfonds Plus
und das Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend.
Aus über 300 Bewerbungen
wurde DAFFI für das Programm ausgewählt.
Der Projektstart ist für Februar vorgesehen.
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Gut zu wissen: Nutzung und Zeiten bei TOWER
Viele von euch haben uns gefragt,
wie es mit TOWER nach dem Jahresanfang weitergeht.
Vor allem,
ob der Service kostenpflichtig wird
und wie lange er verfügbar ist.
Aktuell bleibt die Nutzung von TOWER
kostenlos.
Nach unserem Stand
gilt das mindestens bis Ende März.
Auch die bisherigen Zeiten
bleiben bestehen.
Die Fernassistenz ist weiterhin
zu den bekannten Zeitfenstern erreichbar.
Uns ist wichtig,
das klar zu sagen.
Der Januar wurde von vielen
als mögliche Grenze wahrgenommen.
Diese Grenze ist nun überschritten.
Wenn sich etwas ändert,
informieren wir frühzeitig.
Transparent.
Und ohne Überraschungen.
Blick über den Tellerrand
Bildbeschreibungen aus der Caricatura Kassel
Auf der Website der Caricatura Kassel
gibt es Cartoonbeschreibungen zum Nachlesen.
Die Texte stammen aus telefonischen Führungen.
Sie wurden vom Team der TOWER Fernassistenz gesprochen.
Du findest dort Beschreibungen von Cartoons.
Sachlich erklärt.
Gut strukturiert.
Und angenehm zu hören.
Hier geht es zu den Bildbeschreibungen:
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Veranstaltungstipp: Lesung im Dunkeln in Kassel
Ottmar Miles-Paul stellt seinen Roman
„Ich will raus – von der Exklusion zur Inklusion“ vor.
Er ist seit vielen Jahren
im Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter aktiv
und berichtet bei kobinet-nachrichten
über Behindertenpolitik.
Der Roman spielt im Jahr 2034,
25 Jahre nach Inkrafttreten
der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland.
Er stellt die Frage,
wie es dann um Inklusion und Selbstbestimmung steht.
Die Lesung findet im Dunkeln statt.
Gemeinsam mit der blinden Leseassistentin
Sabine Lohner aus Frankfurt
werden Textpassagen vorgestellt.
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Auszeichnung für gutes Beschreiben: Hörfilmpreis 2026
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband
hat die Nominierungen
für den Deutschen Hörfilmpreis 2026 veröffentlicht.
Ausgezeichnet werden Filme und Serien
mit besonders guten Audiodeskriptionen.
Also mit Beschreibungen,
die Handlung, Stimmung
und wichtige Details verständlich machen.
Der Hörfilmpreis zeigt,
wie wichtig gutes Beschreiben ist.
Nicht nur im Film.
Sondern überall dort,
wo Bilder eine Rolle spielen.
Mehr Infos zu den Nominierungen:
https://www.dbsv.org/pressemitteilung/deutscher-hoerfilmpreis-2026-nominierungen.html
Ausblick: Am 14. Februar ist Valentinstag
Im Februar steht für viele Menschen
der Valentinstag an.
Vielleicht möchtest du
ein Restaurant auswählen,
Tickets für ein besonderes Event buchen
oder Blumen online bestellen.
Solche Prozesse sind oft visuell aufgebaut.
Viele Bilder.
Viele Auswahlmöglichkeiten.
Nicht immer klar strukturiert.
Fernassistenz kann hier unterstützen.
Beim Vergleichen.
Beim Auswählen.
Und beim sicheren Abschließen.
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