Inhalt:
1. Wir wachsen – mehr Fernassistent:innen und erweiterte Fernassistenz-Zeiten!
Wir freuen uns sehr: Ab November begrüßen wir sieben frisch ausgebildete Fernassistent:innen in unserem Team – und erweitern gleichzeitig unsere festen Fernassistenz-Zeiten!
Save the Date:
Ab Montag, den 10.11., könnt ihr Fernassistenz montags bis freitags zu folgenden Zeiten kostenfrei buchen:
Fernassistenz-Zeiten
07:00 – 11:00 Uhr
15:00 – 18:00 Uhr
Wir sind stolz, unserem Ziel immer näher zu kommen: Fernassistenz eines Tages dauerhaft anbieten zu können!
2.TOWER-App jetzt im Google Play Store für Android!
Habt ihr schon die Android-App ausprobiert?
Seit September ist es endlich soweit: Die TOWER-App ist jetzt im Google Play Store für alle Android-Geräte verfügbar!
Probiert die App gern selbst aus und teilt den Link mit euren Freund:innen und Bekannten.
Euer Feedback hilft uns, die App ständig weiterzuentwickeln – gemeinsam mit euch!
3. TOWER auf der ConSozial Messe in Nürnberg
TOWER Fernassistenz ist dieses Jahr auf der ConSozial 2025 in Nürnberg – und das mitten im Innovationspark, wo Ideen und Technologien für die Zukunft der Wohlfahrt entstehen.
Für uns ist das besonders spannend, weil wir TOWER Assist nicht nur als Fernassistenz-Dienst weiterentwickeln, sondern auch als digitale Plattform für Sozialunternehmen. Wir arbeiten daran, unsere Software künftig anderen Trägern und Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, die eigene barrierefreie Assistenzangebote aufbauen oder bestehende Dienste digital erweitern möchten.
Ein Highlight auf der Messe: der Eröffnungsvortrag „Innovationen in der Sozialwirtschaft: der Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft“ von Prof. Dr. Lisa von der Heydte. Er passt perfekt zu unserer Vision, digitale Inklusion und soziales Unternehmertum miteinander zu verbinden.
Aktuell suchen wir gezielt Partner für Kooperationen und Pilotprojekte – Organisationen, die mit uns gemeinsam neue Wege in der digitalen Assistenz gehen wollen.
Wenn du dabei sein möchtest: komm am 29. oder 30. Oktober in den Innovationspark, Halle 7A Standnummer 7A-518.12, und besuche uns auf der ConSozial. Lern TOWER kennen, tausch dich mit uns aus und entdecke, was wir zusammen bewegen können. www.consozial.de
4. Einladung zum „TOWER Update & Abnahmegremium“
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
wir laden euch herzlich zum „TOWER Update & Abnahmegremium“ ein.
Das Treffen findet am Donnerstag, den 6. November 2025 von 17:00 bis 19:30 Uhr statt – im Science Park Kassel oder online über Microsoft Teams. Agenda des Treffens:
- Stand der Assistenz und der Software
- Aktuelle Entwicklungen
- Feedback und Ideen aus der Praxis
- Ausblick auf die kommenden Arbeitsschritte
Zum Abschluss gibt es einen kurzen Ausblick und für alle, die im Science Park teilnehmen, Pizza vor Ort.
Wir freuen uns auf eure Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!
5. TOWER-Umfrage: Die Auswertung
Vielen Dank an alle, die bereits an unserer Umfrage zur Nutzung von TOWER Fernassistenz teilgenommen haben. Wie im letzten Newsletter angekündigt, teilen wir euch in diesem die Auswertung mit:
TOWER Fernassistenz Nutzendenbefragung 2025
An der Befragung haben 30 Nutzende teilgenommen.
Nutzungshäufigkeit und Zielgruppenbedeutung
Ein Drittel der Befragten nutzte TOWER zwei- bis fünfmal, ein weiteres Sechstel sechsmal oder häufiger. Nur etwa ein Viertel hatte die App ausschließlich testweise genutzt, und niemand hatte sie dauerhaft deinstalliert. Diese Nutzungsmuster belegen eine stabile Bindung und wachsendes Vertrauen in den Dienst. Aussagen wie „Ich war in einem fremden Garten und habe mich dort von TOWER navigieren lassen. Das war super“ oder „Ich kann mich darauf verlassen, dass mir geholfen wird“ zeigen den praktischen Wert für die Zielgruppe im selbstständigen Handeln – ob im öffentlichen Raum oder bei digitalen Aufgaben.
Vertrauen und Sicherheit
92 Prozent der Befragten gaben an, TOWER-Mitarbeitenden voll oder überwiegend zu vertrauen. Verstärkend wirkten Professionalität und Datenschutztransparenz („Die Mitarbeitenden sind professionell ausgebildet. Nach Ende eines Gesprächs werden keine Daten von mir gespeichert.“). Vertrauen scheint auch Emotionalität und Motivation zu fördern: „Tower gibt mir noch Selbstvertrauen“
Im Kontext Lernschwierigkeiten verdeutlichen derartige Rückmeldungen, dass die Kommunikation als respektvoll, geduldig und ermutigend erlebt wird.
Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen
Alle 12 Antwortenden auf Frage 5 bestätigten, durch TOWER ihre Selbstständigkeit gesteigert zu haben. 90 Prozent sehen in der Nutzung eine „größere Selbstständigkeit im Alltag“, 75 Prozent berichten, dass Fernassistenz hilft, Barrieren zu überwinden, und 64 Prozent nehmen an mehr Aktivitäten teil.Â
Exemplarische Zitate verdeutlichen die Bandbreite:
- „Große Hilfe bei Internetrecherche.“
- „Ich kann mich am Computer unterstützen lassen, über TeamViewer oder auch ohne.“
- „Ich weiß jetzt, wie man mit meinem iPhone SE 3 eine elektronische Plastikkarte liest – etwa EGK oder Ausweis.“
Diese Beispiele illustrieren digitale Inklusion durch assistive Anleitung, technische Problemlösung und Orientierungshilfe in komplexen Medienumgebungen.
Auswirkungen auf soziale Abhängigkeiten
Ein Drittel gab an, durch TOWER weniger Unterstützung von Familie oder Freunden zu benötigen, ein weiteres Drittel zumindest etwas weniger. Damit trägt die Fernassistenz messbar zur sozialen Entlastung bei. Zugleich sank die Häufigkeit, fremde Personen um Hilfe zu bitten, deutlich – von „sehr häufig“ bei 42 Prozent vor der Nutzung auf nur noch 18 Prozent nach Einführung des Dienstes. Diese Verschiebung belegt einen Zugewinn an Eigenständigkeit und Privatsphäre.
Positive Alltagsveränderungen und emotionale Effekte
Sechs Teilnehmende berichteten über spürbare Veränderungen: bessere Energieeinteilung, vereinfachtes Online-Banking, größere Mobilität. Aussagen wie „Ich kann mit meinen Kräften besser umgehen“ zeigen Selbstwirksamkeit über den direkten Assistenznutzen hinaus. Die emotionale Bilanz reicht von Begeisterung („Das ist die allerbeste und tollste App die es gibt!“) bis zu Dankbarkeit („Ich bin sehr froh und dankbar, dass ihr diese App entwickelt habt“), dies unterstreicht die soziale Resonanz.
Kritik und Verbesserungspotenzial
Hauptkritik betraf organisatorische und technische Aspekte: Mehrfach wurde eine Ausweitung der Erreichbarkeit gefordert („Sollten jeden Tag erreichbar sein“, „Ich würde mich freuen, wenn der Service täglich verfügbar wäre“). Für manche war die begrenzte Verfügbarkeit hinderlich, andere beklagten leichte Hemmungen beim Anrufen oder mangelnde Spontaneität. Die Motivation zur häufigeren Nutzung könnte laut Teilnehmenden durch „bessere Erreichbarkeit“, „längere Öffnungszeiten“ oder „Nutzung über Smartglasses wie Ray‑Ban Meta“ steigen.Â
Ebenso regten Nutzende an, alternative Kommunikationskanäle einzubinden: „Ich finde den Chat auf Signal nicht so gut wie WhatsApp … Ich würde gern über WhatsApp kommunizieren“ – 
Bedeutung für verschiedene Nutzergruppen
Für blinde und sehbehinderte Menschen steht TOWER Fernassistenz laut Ergebnissen für Vertrauen, Orientierung und Autonomie im öffentlichen und digitalen Raum. Sie wird als „verlängerter Sehsinn“ wahrgenommen, der vor allem dort wirkt, wo technische Hilfsmittel ihre Grenzen erreichen.
Für Menschen mit Lernschwierigkeiten bietet TOWER einen barrierearmen Zugang zu digitaler Kommunikation und eine menschlich vermittelte Brücke durch erklärende Unterstützung. Aussagen wie „geduldiger Helfer“, „hilfreich“ und „verständlich erklärt“ verdeutlichen, dass Empathie und Kompetenz entscheidende Qualitätsmerkmale sind.
Fehlende und gewünschte Funktionen
Neben der bereits erwähnten 24‑Stunden‑Verfügbarkeit sehen Nutzende Entwicklungsbedarf in folgenden Bereichen:
- tiefere Integration mit Screenreadern und barrierefreien Betriebssystemfunktionen („Ob ihr euch noch mehr auf Screenreader-spezifische Anwendungen einlassen wollt?“),
- optionale Online‑Textassistenz bei Formularen und Dokumenten,
- Kameraunterstützung durch tragbare Geräte („auf einer Brille … um die Hände frei zu haben“),
- sowie Verbesserung der Terminvereinbarung und spontanen Erreichbarkeit.
Nochmals vielen Dank für Euer Feedback!
6. TOWER im Podcast "ÜBERS OHR - SEHEN IM ALTER"
In der aktuellen Folge des vom DBSV organisierten Podcasts (gefördert durch den Partizipationsfonds des BMAS) spricht unser Projektleiter Kai U. Bißbort über TOWER Fernassistenz.
Er erklärt, wie Menschen mit Sehbehinderung mithilfe moderner Technik Unterstützung aus der Ferne erhalten – per Telefon, Smartphone oder Computer. Außerdem berichtet er über den aktuellen Projektstand, künftige Finanzierungsmöglichkeiten und die inklusiven Arbeitsplätze im Team.
Zum Abschluss verrät Kai drei persönliche Wünsche für die Zukunft von TOWER Fernassistenz.
Jetzt reinhören: Podcast: ÜBERS OHR – SEHEN IM ALTER. Eine Inforeihe: „Hilfe aus der Ferne – wie geht denn das? Die Angebote von Tower-Fernassistenz aus Kassel“
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