Der Februar bringt bei TOWER einige Neuerungen.
Wir stellen zum Beispiel ein erweitertes Fernzugriffs-Modul vor.
Außerdem geben wir einen genaueren Blick
in unsere tägliche Praxis.
Es geht um Zeitunglesen,
um neutrale Information
und darum, wie Assistenz im Alltag konkret aussieht.
Dazu stellen wir einen Menschen aus dem TOWER-Team vor,
geben Einblicke in laufende Entwicklungen
und schauen schon ein Stück Richtung Ostern.
Einblick: Fernzugriff mit mehr Möglichkeiten
Fernzugriffe gibt es bei TOWER schon lange.
Neu ist:
Jetzt können sie mehr Fernassistentinnen und Fernassistenten anbieten.
Dafür gibt es ein neues Schulungsmodul.
Es verbindet Theorie und Praxis.
Mit Selbsterfahrung.
Mit Tandems.
Und mit echten Fernzugriffen.
Ein wichtiger Teil sind interne Übungen.
Dabei arbeiten sehende Teammitglieder
und blinde Teamkolleginnen und Kollegen zusammen.
Auch mit verschiedenen Screenreadern.
Wichtig ist uns:
Fernzugriff ist Assistenz.
Kein IT-Support.
Die Fernzugriffe erfolgen über den PC.
Zum Beispiel mit TeamViewer.
Immer mit telefonischer Begleitung.
Wenn nötig, unterstützen wir auch bei der Installation.
Gerade weil solche Programme
nicht immer barrierefrei sind.
Das neue Modul ist besonders relevant für
blinde und sehbehinderte Menschen
und für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Überblick: Neues von TOWER
Ein Fall aus unserer Praxis: Sportteil vorlesen lassen
Neulich rief ein Nutzer bei TOWER an,
weil er den Sportteil seiner Tageszeitung lesen wollte.
Genauer gesagt:
die Fußballergebnisse aus dem Lokalteil.
Die Zeitung lag gedruckt vor.
Der Screenreader half hier nicht weiter.
Die Struktur war unübersichtlich.
Spalten, Tabellen und kleine Überschriften wechselten sich ab.
Die Fernassistenz ließ sich den Bereich beschreiben.
Dann las sie die Ergebnisse vor.
Spiel für Spiel.
Verein für Verein.
Dabei blieb sie sachlich.
Keine Kommentare.
Keine Wertung.
Auch dann nicht,
wenn der eigene Lieblingsverein genannt wurde.
Für den Anrufer war wichtig,
die Ergebnisse vollständig zu bekommen.
Ohne Suchen.
Ohne Interpretationen.
So wurde aus einem schwer zugänglichen Abschnitt
wieder eine einfache Information.
Genau das ist Fernassistenz im Alltag.
Mensch bei TOWER: Fernassistent Christoph
Christoph arbeitet als Fernassistent bei TOWER.
Er lebt in Kassel
und ist am liebsten draußen unterwegs.
Er fährt viel Rad.
Er klettert gern.
Und er ist oft zu Fuß unterwegs.
Am liebsten draußen.
Diese Art, sich zu bewegen,
prägt auch seine Arbeit bei TOWER.
Christoph nimmt sich Zeit.
Er schaut genau hin.
Und er bleibt ruhig,
auch wenn Wege nicht sofort klar sind.
Sein Motto passt gut zur Fernassistenz.
Nicht jeder Umweg ist falsch.
Manche sind einfach schlecht ausgeschildert.
In Gesprächen bringt Christoph Geduld und Aufmerksamkeit mit.
Er hört zu. Er beschreibt genau.
Und er findet gemeinsam mit den Anrufenden einen Weg durch die Situation.
Woran wir gerade arbeiten: Wir öffnen unser Angebot weiter.
Bei TOWER bereiten wir gerade etwas Neues vor.
Demnächst öffnen wir unser Angebot
für einen weiteren Personenkreis.
Im Hintergrund wird dafür viel gearbeitet.
Fernassistentinnen und Fernassistenten werden geschult.
Abläufe werden angepasst.
Und Strukturen werden vorbereitet.
Mehr verraten wir noch nicht.
Aber so viel ist klar:
Es geht um mehr Teilhabe für etwa jede vierte Person in Deutschland.
Blick über den Tellerrand
Veranstaltungstipp: Vortrag mit Samuel Koch
Samuel Koch ist Schauspieler, Autor und Referent.
Er wurde durch einen schweren Unfall während der Fernsehsendung „Wetten, dass..?“ im Jahr 2010 bekannt.
Seitdem setzt er sich öffentlich mit Themen wie Veränderung, Umgang mit Krisen und gesellschaftlicher Teilhabe auseinander.
An diesem Abend spricht er über Motivation und neue Wege im Leben.
Er verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen.
Im Mittelpunkt stehen Austausch, Reflexion
und neue Perspektiven auf das, was Veränderung bedeuten kann.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Angebots des Bathildisheim e. V. statt.
Mehr Infos zur Veranstaltung findest du hier: Mehr Informationen zur Veranstaltung auf bathildisheim.de
Veranstaltungstipp: Senior:innenfrühstück in Kassel
Einmal im Monat gibt es in Kassel
ein Senior:innenfrühstück zu digitalen Themen.
Das Angebot wird vom PIKSL Labor Kassel organisiert.
PIKSL steht für einen offenen Lernort,
an dem Menschen digitale Themen gemeinsam entdecken,
verstehen und ausprobieren können.
Im März findet das Senior:innenfrühstück
im Rahmen der Kasseler Eingeloggt-Woche statt.
In gemütlicher Runde geht es ums Mitmachen,
Nachfragen
und Ausprobieren.
Diesmal steht die Online-Ausweisfunktion im Fokus.
Mehr Infos zur Veranstaltung findest du hier: Zur Veranstaltungsseite beim PIKSL Labor Kassel
Veranstaltungstipp: Bargespräch mit Andreas Loose in Kassel
Am Mittwoch, den 4. März 2026,
spricht Andreas Loose im Kulturzentrum Schlachthof Kassel
über sein Leben mit Blindheit.
Andreas ist 1997 durch einen Unfall erblindet.
Heute lebt er aktiv, treibt Sport
und setzt sich für mehr Barrierefreiheit ein.
Viele kennen ihn auch von TOWER,
wo er sich engagiert einbringt.
Im Gespräch geht es um Fragen wie:
Wie lebt es sich mit Blindheit im Alltag?
Welche Hürden gibt es?
Und was können Sehende tun,
um inklusiver zu handeln?
Mehr Infos zur Veranstaltung: Zur Veranstaltungsseite beim Kulturzentrum Schlachthof Kassel
Praxistipp: Inklusive Brettspiele
Hast du gewusst, dass man Brettspiele umrüsten kann?
Es gibt Spiele,
die so angepasst sind,
dass blinde und sehende Menschen
gemeinsam spielen können.
Die Spiele sehen für Sehende ganz normal aus.
Für blinde Spielerinnen und Spieler
sind sie tastbar ergänzt.
Zum Beispiel mit Reliefs oder Magneten.
So bleibt das Spiel gleich.
Und alle können mitmachen.
Mehr dazu findest du bei Velen Spiele: Zu den inklusiven Spielen von Velen Spiele
Ausblick: In 6 Wochen ist Ostern
Ostern ist dieses Jahr früh.
Karfreitag ist am 3. April.
Ostersonntag am 5. April.
Ostermontag am 6. April.
Es ist noch Zeit.
Aber Planen braucht Ruhe.
Vielleicht steht eine Reise an.
Zum Beispiel mit der Bahn.
Fernassistenz kann beim Orientieren helfen.
Vielleicht möchtest du etwas Besonderes kochen.
Rezepte suchen.
Oder gemeinsam kochen.
Oder du bereitest ein Osternest vor.
Auch hier kann Fernassistenz unterstützen.
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